|
|
|
Impulse auf der BAU 2005 zur Nachhaltigkeit in der Bauwirtschaft 2004
Da Anliegen von Bundesverbraucherministerin Renate Künast, den heimischen Holzverbrauch
in den nächsten 10 Jahren um 20 zu steigern bedarf neuer Innovationen im Holzabsatzbereich.
Der Deutsche Naturschutzring (DNR) hat bei der Pressekonferenz zur Präsentation
der „Charta für Holz“ am 03.09.2004 in Bonn darauf hingewiesen, dass der potenziell
größte Absatzbereich der Baubereich ist, der auch am ehesten geeignet ist die
jährlichen Holzreserven von etwa 20 Millionen Festmeter Holz zu nutzen. "Ein
Durchbruch beim Absatz heimischer Hölzer kann nur erreicht werden, wenn der
Bausektor erobert wird", sagte DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen.
Nachhaltig bedeutet in diesem Zusammenhang die Ressource Holz möglichst lange
zu nutzen und am Ende der Nutzungsdauer energetisch zu verwerten. Holzbauten
stellen dabei den idealen Energiespeicher dar, da auch nach über 100 Jahren diese
Energiereserven wirken und kaum belasteter Bauschutt anfällt.

Auf der BAU 2005 wird das neue basys- Bau- und Siedlungskonzept gemeinsam
vom DNR und der ARGE kdR präsentiert, das mit der Massivholztechnologie einen
ca. dreifach höheren Holzeinsatz ermöglicht, gegenüber einem normalen
Holzrahmenbau. Bei gleichen Baukosten können mit dieser Bauweise die regionalen
Holzaufkommen sinnvoll genutzt werden und damit im höchsten energetischen
Passivhausstandard die Anliegen aus der Charta für Holz umgesetzt werden.
Die Anteile nachwachsender Rohstoffe liegen bei der Massivhaustechnologie im
Bereich von 80 % und werden im neuen basys-Bau- und Siedlungskonzept mit einer
Ressourcenbilanzierung dokumentiert und deklariert. Die Inhaltsstoffe der
eingesetzten bilanzierten Produkte werden von den Herstellern vollständig deklariert
und gemäß den international anerkannten CAS-Nummern zugeordnet.
Im Internetportal
ww.positivlisten.info
sind diese Informationen öffentlich zugänglich
und zeigen in einer Farbskala mit dem R-Symbol die jeweiligen Ressourcenanteile
nach fossil, mineralisch und nachwachsend Art auf. Mit dieser Kennzeichnung direkt
auf dem Produkt können Verbraucher die Nachhaltigkeit einordnen und mit ihrer
Kaufentscheidung einen Beitrag zur Generationenverantwortung leisten.
Da ab Januar 2006 europaweit die Richtlinie zur Gebäudeenergieeffizienz in Kraft
tritt, werden künftig alle Immobilien nach ihrem Energieverbrauch bewertet und
dokumentiert. Der Energieverbrauch in Gebäude wird zunehmend den Wert von
Immobilien bestimmen und ähnlich wie in der Automobilbranche dazu führen, dass
mittel- und langfristig der „Altbestand“ nicht mehr zu verwerten bzw. zu vermieten ist.
Deshalb ist das basys-Bau- und Siedlungskonzept auf die Passivhausbauweise
ausgerichtet, die einen Energieverbrauch von ca. 1,5 Liter Heizöl entsprechend 1,5
kWh pro Quadratmeter Nutzfläche bedarf. Pro Jahr fallen dadurch für eine 100 qm
Wohnung etwa 150 Liter Heizöl an.
Bei zunehmenden Energiekosten ist diese
Bauweise unübertroffen zukunftsfähig und in schneidet in der
Gesamtkostenbilanzierung über die gesamte Lebensdauer am günstigsten ab (siehe
Grafik).
BAU 2005 Messe München vom 17. bis 22. Januar 2005
-> siehe www.bau-muenchen.de
Download PDF
|