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Holzverbrauch

Regierung wirbt für Holzverbrauch
Nutzung bleibt hinter Angebot zurück / Charta soll Nachfrage beleben

Spr Bonn - Die Bundesregierung setzt sich gemeinsam mit den Verbänden der Forst- und Holzwirtschaft dafür ein, den Holzverbrauch in Deutschland während der nächsten zehn Jahr um 20 Prozent zu steigern. Diese Ziel ergibt sich aus der "Charta für Holz", die Bundesverbraucherministerin Renate Künast unter Hinweis auf eine Vereinbarung im Koalitionsvertrag von 2002 der Öffentlichkeit vorgestellt hat.
Die Charta beschreibt die deutsche Forst-, Holz- und Papierwirtschaft als einen Wirtschaftbereich mit 100 Milliarden Euro Jahresumsatz und rund 570 00 Beschäftigten. Gegenwärtig werden nur 60 Prozent des jährlichen Holzzuwachses genutzt. Die Charta sieht die Ursachen dafür auf der Nachfrageseite. Die Öffentlichkeit unterschätzte die Bedeutung nachhaltig betriebener Fortwirtschaft für Klima und Lebensqualität ebenso wie die Verwendungsmöglichkeiten von Holz in der Bauwirtschaft.

Die Charta fordert daher nicht nur eine Vorbildfunktion der öffentlichen Hand bei der Vergabe von Bauaufträgen, sondern auch die Einrichtung besonderer Lehrstühle für die Nutzung von Holz sowie Schulungsmaßnahmen für Architekten. Bei der Münchner BAU 2005 soll ein aus Massivholz hergestelltes Musterhaus vorgestellt werden, das einen großen Holzeinsatz erfordert und damit dem Ziel der Charta entspricht.
Sprecher der Wirtschaftsverbände nutzten die Gelegenheit der Charta-Veröffentlichung, günstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Forst- und Holzbetriebe einzufordern, damit das Potenzial des Öko-Rohstoffs Holz voll erschlossen werden könne. Kritisiert wurde in dem Zusammenhang die geplante Novellierung des Bundesgesetzes und das im Gegensatz zu europäischen Nachbarländern zu geringe deutsche Lastzuggewicht beim Transport von Holz.

(Quelle: Süddeutsche Zeitung N.207, 7.September 2004, S.22)